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Regisseurinnen gewinnen Hauptpreise bei goEast

Bei der fünften Ausgabe von goEast faszinieren internationale Stars wie Hanna Schygulla oder die Ukrainerin Kira Muratova das Publikum / deutlich gesteigerte Zuschauerzahlen / intensiver Austausch bei zahlreichen Rahmenveranstaltungen / vier Regisseurinnen ausgezeichnet

Mit der Preisverleihung ist am Dienstagabend die fünfte Ausgabe von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films zu Ende gegangen. Sechs Tage lang waren 118 lange und kurze Filme auf der Leinwand zu sehen, begleitet von Filmgesprächen, Panels und einem umfangreichen Rahmenprogramm. Im Wettbewerb standen zehn Spielfilme und sechs Dokumentarfilme. Der Vorsitzende der Jury, Robert Glinski, verlieh die mit insgesamt 27.500 Euro dotierten Preise: die Goldene Lilie, den Škoda-Preis für den Besten Film, den von der Stadt Wiesbaden gestifteten Preis für die Beste Regie sowie den Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählten die Matinée mit Hanna Schygulla am Sonntag, der Hochschulwettbewerb, die Lesung und Party mit dem "Russendisko"-Autor Wladimir Kaminer und der Auftakt der neuen Filmreihe „Porträt“, die dem slowakischen Regisseur Martin Šulik gewidmet war. Regen Publikumszuspruch fanden auch die zahlreichen Rahmenveranstaltungen des Festivals, von der politischen Podiumsdiskussion über die Zukunft des Westbalkan bis hin zu der Lesung der kroatischen Schriftstellerin Marica Bodrožic. Die zahlreichen Diskussionsforen und Rahmenveranstaltungen boten mehr als 150 internationalen Gästen des Festivals reichlich Gelegenheit zum Meinungsaustausch und zum Knüpfen von Kontakten. „Länder haben Gesichter bekommen, an die Stelle von zuvor vielleicht nur geographisch zu verortende Flächen sind visuelle Eindrücke, Geschichten und Individuen getreten“, sagte Festivalleiterin Christine Kopf bei der Preisverleihung.

Die Zahlen belegen, dass goEast für das Publikum in Wiesbaden und Umgebung immer mehr ein festes Datum wird und dass das Festival sich als Treffpunkt in der internationalen Festivalszene etablieren konnte: Insgesamt zählte goEast 2005 etwa 7500 Besucher in den Kinovorführungen und den Rahmenveran-staltungen sowie 1200 bei dem Abend mit Wladimir Kaminer. Die Zahl der eingereichten Filme stieg um 20 Prozent. Mehr als 150 internationale Gäste und Fachbesucher und 80 Journalisten aus dem In- und Ausland kamen zur fünften Ausgabe des Festivals des mittel- und osteuropäischen Films nach Wiesbaden. Mehr als 350 Schülerinnen und Schüler aus Wiesbaden folgten der Einladung zu den goEast-Schulfilmtagen.

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  NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER   Der mit 10.000 Euro dotierte Škoda-Preis für den Besten Film ging an NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER (Russland / Ukraine, 2004) von Kira Muratova. "Der Film besticht durch seine große schauspielerische Präsenz und Atmosphäre, die uns in eine Welt voller Charme und Humor entführt", heißt es in der Begründung der Jury.    
           
  ONO / STRANGER / STRANGER   Der mit 7.500 Euro dotierte Preis für die Beste Regie, gestiftet von der Stadt Wiesbaden, erhielt Malgorzata Szumowska für den Film ONO / STRANGER / STRANGER (Polen / Deutschland 2004). Die Jury lobte: „Die Regisseurin hat einen Weg gefunden, mit stark visuellen und akustischen Mitteln eindrucksvoll und emotional die Geschichte einer Frau zu erzählen, die eine existentielle Lebensentscheidung zu treffen hat.“    
           
  LIJEP DYANA / PRETTY DYANA / PRETTY DYANA  

Mit dem Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ausgestattet mit 10.000 Euro, wurde Boris Mitic für den Film LIJEP DYANA / PRETTY DYANA / PRETTY DYANA (Serbien und Montenegro 2003) ausgezeichnet. "Der Film widmet sich Menschen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Es gelingt Boris Mitic, sich den Menschen so zu nähern, dass wir ihre Situation kennen lernen und von ihrer besonderen Kraft erfahren, mit der sie mit ihren extremen Lebensbedingungen umgehen“, überzeugte die Jury.

„Der besondere Reiz des Festivals war und ist für uns die Verbindung von Spiel- und Dokumentarfilmen im Programm, jenes Zusammenspiel von Fiktion und Realität, das sich keineswegs auf die Kunst und den Kinosaal beschränkt: Die Erweiterung der Europäischen Union zum 1. Mai 2004 ist ein gutes Beispiel dafür“, erklärte Marlies Mosiek-Müller, Sprecherin der Geschäftsführung der Hertie-Stiftung zu der Preisvergabe. Die Stiftung, die seit vier Jahren den Dokumentarfilmpreis vergibt, hat das goEast Filmfestival von Beginn an als Förderer unterstützt.

   
           
 

KALADAN KELGEN KYZ / DIE INSEL DER WIEDERGEBURT / REBIRTH ISLAND

 

Die Jury vergab drei Lobende Erwähnungen: An den tschechischen Film MISTRI / CHAMPIONS/ CHAMPIONS von Marek Najbrt für sein „warmes und ironisches Porträt des Landlebens“. Eine weitere lobende Erwähnung ging an die Regisseurin des Films MARS / MARS / MARS, die Russin Anna Melikjan, für einen „höchst fantasievollen Film mit magischen Bildern aus dem realen Leben.“ Renata Litvinova wurde ausgezeichnet „nicht nur für das Bild einer extravaganten, verführerischen, modernen Frau, sondern auch ihr originelles Spiel“ in den Filmen NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER (Russland / Ukraine, 2004) und BOGINJA: KAK JA POLJUBILA / DIE GÖTTIN / THE GODDESS: HOW I FELL IN LOVE (Russland 2004).

Zum vierten Mal vergab die FIPRESCI in diesem Jahr in Wiesbaden den Preis der Internationalen Filmkritik. Der Film KALADAN KELGEN KYZ / DIE INSEL DER WIEDERGEBURT / REBIRTH ISLAND (Kasachstan 2004) von Rustem Abdrašov überzeugte die Filmkritiker.

   
           
  Hochschulwettbewerb  

Die besten Kurzfilme des internationalen Hochschulwettbewerbs wurden schon am vergangenen Samstag mit Publikumspreisen (dotiert mit je 750 Euro) ausgezeichnet. In der Kategorie Dokumentar- und Experimentalfilm gewann MÓJ SYN ROMEK / MEIN SOHN ROMEK / MY SON ROMEK (Polen 2003) von Marcin Solarz, Schlesische Universität Katowice - Fakultät für Radio und Fernsehen benannt nach Krzysztof Kieslowski (WRiTV). Sieger im Kurzspielfilmwettbewerb wurde ebenfalls Marcin Solarz mit dem Film KOBIETA Z CIEMNOSCI / DIE FRAU AUS DEM DUNKELN / / WOMEN FROM THE DARK (Polen 2004). In der Kategorie Animationsfilm wurde DELIVERY (Welturaufführung) von Till Nowak (Deutschland 2005), Fachhochschule Mainz, Studiengang Medien-Design, mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

   
           
  Symposium   Ebenfalls schon am Samstag, 10. April, ging der zweite Teil des interdisziplinären wissenschaftlichen Symposiums zu Ende, das diesmal im Zeichen der aktuellen Kinematografien der baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen und Polens stand. Obwohl ein Jahr nach der größten Erweiterung der Europäischen Union in ihrer Geschichte das Interesse an den Ländern Mittel- und Osteuropas in den Medien merklich abgeflaut ist, blieb das Interesse an dem Dialogforum nicht nur ungebrochen, sondern steigerte sich sogar. „Nach der Beleuchtung vielfältiger historischer Hintergründe im vergangenen Jahr ging es diesmal nicht nur um eine völlig neue Region, sondern auch noch stärker um die aktuelle Bedeutung von Kultur für die Identität der betrachteten Staaten“, erklärte der Leiter des Symposiums, der Filmhistoriker Dr. Hans-Joachim Schlegel.    
           
     

Das Pressematerial und Fotos zu allen Filmen stehen zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Presse:
Sigrid Scherer
Telefon: 069 – 96 12 20 36
Mail: scherer@filmfestival-goeast.de
Joanna Kornacki (Assistenz)
Mail: presse@filmfestival-goeast.de

   
           
         
           
   

goEast 2005

DIE JURY
Robert Glinski (Polen)
Aleksandra Balmazovic (Slowenien)
Aleksej Popogrebskij (Russland)
Jusup Razykov (Usbekistan)
Jürgen Haase (Deutschland)

DIE FIPRESCI-JURY
Martin Blaney (Deutschland)
Vladimir Cvetkovic Sever (Kroatien)
Mark Lepoivre (Frankreich)

   
           
         
           
      DIE PREISE    
           
  NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER   Škoda Preis für den Besten Film:
NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER
Russland / Ukraine 2004
Regie: Kira Muratova
   
           
         
           
  LIJEPA DYANA / PRETTY DYANA / PRETTY DYANA  

Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
LIJEPA DYANA / PRETTY DYANA / PRETTY DYANA
Serbien und Montenegro 2003
Regie: Boris Mitic

   
           
         
           
    Beste Regie
ONO / STRANGER / STRANGER
Polen / Deutschland 2004
Regie: Malgorzata Szumowska
   
           
         
           
    Lobende Erwähnung
MISTRI / CHAMPIONS / CHAMPIONS
Tschechische Republik 2004
Regie: Marek Najbrt
   
           
  ANNA MELIKJAN   MARS / MARS / MARS
Russland 2004
Regie: Anna Melikjan
   
           
  Renata Litvinova   Renata Litvinova für ihre schauspielerische Leistung in den Filmen
NASTROJŠCIK / DER KLAVIERSTIMMER / THE TUNER (Russland / Ukraine, 2004) und
BOGINJA: KAK JA POLJUBILA / DIE GÖTTIN / THE GODDESS: HOW I FELL IN LOVE (Russland 2004)
   
           
         
           
  KALADAN KELGEN KYZ / DIE INSEL DER WIEDERGEBURT / REBIRTH  

Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-PREIS):
KALADAN KELGEN KYZ / DIE INSEL DER WIEDERGEBURT / REBIRTH ISLAND
Kasachstan 2004
Regie: Rustem Abdrasov

   
           
         
           
      Publikumspreise für die besten Hochschulfilme    
           
  MEIN SOHN ROMEK / MÓJ SYN ROMEK / MY SON ROMEK  

Kategorie I - Dokumentar- und Experimentalfilm:

MÓJ SYN ROMEK / MEIN SOHN ROMEK / MY SON ROMEK
Polen 2003
Regie: Marcin Solarz, Schlesische Universität Katowice - Fakultät für Radio und Fernsehen benannt nach Krzysztof Kieslowski (WRiTV)

   
           
  DIE FRAU AUS DEM DUNKELN / KOBIETA Z CIEMNOSCI / WOMEN FROM THE DARK  

Kategorie II - Kurzspielfilm:

KOBIETA Z CIEMNOSCI / DIE FRAU AUS DEM DUNKELN / WOMEN FROM THE DARK
Polen 2004
Regie: Marcin Solarz, Schlesische Universität Katowice - Fakultät für Radio und Fernsehen benannt nach Krzysztof Kieslowski (WRiTV)

   
           
  DELIVERY von Till Nowak  

Kategorie III - Animationsfilm:

DELIVERY / DELIVERY / DELIVERY (Welturaufführung)
Deutschland 2005
Regie: Till Nowack
Fachhochschule Mainz, Studiengang Medien-Design

   
           
         
           
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      Veranstalter:
Deutsches Filminstitut – DIF
Schaumainkai 41, 60596 Frankfurt am Main
Mail: info@filmfestival-goeast.de
Internet: www.filmfestival-goeast.de
   
         
         
  http://www.deutsches-filminstitut.de        
           
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