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Eindrücke 2004
Eindrücke 2004

 


KOKTEBEL (ROADS TO KOKTEBEL)

 


AZBUKA NA NADEŽDATA (ALPHABET OF HOPE)

 


DEALER (DEALER)

 


BAR NA VICTORII (A BAR AT VICTORIA STATION)

 


POSLEDNIJ POEDZ (THE LAST TRAIN)

 


STARUCHI (THE OLD WOMEN)

 


POGODA NA JUTRO (DAS WETTER VON MORGEN)

 


BALL OF FAME

 


XAEAHEPA / BADINERIE

 

 

 

Aufbruchstimmung im Osten
Vorgeschmack auf die EU-Erweiterung - goEast zieht positive Festivalbilanz

Das vierte goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films ging am Dienstag, 27. April 2004 mit der Verleihung der Preise für den Besten Film und die Beste Regie sowie dem Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zu Ende. In sechs Tagen waren 104 lange und kurze Filme auf der Leinwand zu sehen, begleitet von Filmgesprächen, Panels und einem umfangreichen Begleitprogramm.
„Gerade jetzt, wo die Erweiterung der Europäischen Union für Kontroversen sorgt, ist es wichtig, die Unsicherheit und Berührungsängste mit dem Osten durch Information und lebendigen Austausch abzubauen“, meint die neue Festivaldirektorin Christine Kopf. „goEast hat wieder einen Vorgeschmack auf die vielfältigen Impulse gegeben, die aus dem Osten kommen werden. Wir freuen uns sehr, dass das Interesse auf beiden Seiten - bei unseren deutschen und unseren ausländischen Gästen - größer ist, denn je.“

Die positive Resonanz zeigt, dass goEast im vierten Jahr endgültig seinen Platz in der internationalen Festivalszene gefunden hat - nicht nur bei den Filmemachern und Produzenten, die weitaus mehr Filme als im Vorjahr eingereicht hatten, sondern auch beim Publikum. Insgesamt 6500 Besucher nahmen am Festival teil, davon rund 90 internationale Gäste und 180 Fachbesucher. Die kontinuierliche Steigerung der Besucherzahlen hält damit - nach 5700 Besuchern im Jahr 2003 und 4800 Besuchern in 2002 – weiter an und bestätigt das Konzept der Veranstalter, die Begegnung mit Mittel- und Osteuropa vielschichtig und stimmungsvoll zu gestalten.

Am Dienstag Abend verlieh die ungarische Regisseurin und Vorsitzende der Jury Ibolya Fekete die mit insgesamt 27.500 Euro dotierten Preise:

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für den Besten Film, gestiftet vom Deutschen Filminstitut, ging an KOKTELBEL (ROADS TO KOKTEBEL), Russland 2003, von Boris Chlebnikov and Aleksej Popogrebskij für seine "erfrischende Emotionalität, die eine künstlerische Tradition des menschlichen Geschichtenerzählens neu belebt."

Den Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ausgestattet mit 10.000 Euro, gewann Stephan Komandarev für seinen Film AZBUKA NA NADEŽDATA (ALPHABET DER HOFFNUNG), Bulgarien 2003. Das "dezente, warmherzige Porträt der Filmhelden und ihres leisen Mutes angesichts sozialer, ethnischer und menschlicher Herausforderungen" überzeugte die Jury.

Mit dem von der Stadt Wiesbaden gestifteten Preis für die Beste Regie (7.500 Euro) wurde Benedek Fliegauf für den Film DEALER , Ungarn 2004 ausgezeichnet. Die Jury lobte die präzise und ausdrucksvolle künstlerische Beschreibung einer extremen menschlichen Erfahrung in der modernen Welt.

Eine lobende Erwähnung vergab die Jury an drei Filme: An den polnischen Dokumentarfilm BAR NA VICTORII (EINE BAR AN DER VICTORIA STATION), Polen 2003 von Leszek David für das gelungene visuelle Porträt der dramatischen Erfahrung zweier facettenreicher Charaktere im heutigen Europa; an den schwarz-weiss gedrehten Anti-Kriegsfilm POSLEDNIJ POEDZ (DER LETZTE ZUG) Russland 2003, Regie: Aleksej German jr. für seine herausragenden visuellen Qualitäten; und schließlich an STARUCHI (ALTE FRAUEN) von Gennadij Sidorov, Russland 2003. Der Film, so die Jury, schaffe eine Welt voller Wärme, Liebe und Humor, in der die Koexistenz verschiedener Kulturen möglich wird.

Zum zweiten Mal vergab die FIPRESCI in diesem Jahr in Wiesbaden den Preis der Internationalen Filmkritik. Der Film DAS WETTER VON MORGEN (POGODA NA JUTRO) des polnischen Regisseurs Jerzy Stuhr überzeugte die Jury: "Ein gelungenes Poträt des Familienlebens als Metapher der Gesellschaft, verbindet der Film Sympathie mit Satire und weist auf eine unvermeidbare Zukunft."

Die besten Kurzfilme des internationalen Hochschulwettbewerbs wurden schon am vergangenen Samstag mit Publikumspreisen (dotiert mit je 750 Euro) ausgezeichnet. In der Kategorie Dokumentar- und Experimentalfilm gewann BALL OF FAME VON Gregor M. Schubert, Hochschule für Gestaltung, Offenbach. Sieger der Kurzspielfilm wurde KRAJ IGRE (ENDSPIEL) von Petar Oreškovic, Akademie für Darstellende Künste – ADU, Zagreb. In der Kategorie Animationsfilm wurde XAEAHEPA (BADINERIE) VON Dragomir Sholev, Staatliche Akademie für Theater und Filmkunst – NATFA, Sofia mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Mehr als zufrieden zeigte sich der Leiter des wissenschaftlichen interdisziplinären Symposiums, der Filmhistoriker Dr. Hans-Joachim Schlegel mit dem Besuch seiner Veranstaltungen. Unter dem Titel „Identitäten in Nachwendezeiten“ untersuchten internationale Referenten die aktuellen Kinematografien der EU-Beitrittsländer Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien. Das Thema lockte rund 250 Teilnehmer in die Kino- und Vortragsäle – ein weiteres Zeichen für das große Interesse an den kulturellen Veränderungen in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Den Prozess dieser Veränderungen weiterhin mit Filmen, Gesprächen und Begegnungen zu begleiten und zu reflektieren, hat sich goEast auch für die kommenden Jahre zur Aufgabe gemacht. Christine Kopf ist zuversichtlich: „Wir sind überzeugt, dass dieser Austausch einen wichtigen Beitrag leistet, um die immer noch vorhandenen Ängste, die Unwissenheit und die Grenzen in den Köpfen abzubauen.“

goEast 2004

DIE JURY
Ibolya Fekete (Ungarn)
Diana Dumbrava (Rumänien)
Marion Döring (Deutschland)
Stefan Kitanov (Bulgarien)
Andrej Plachov (Russland)

DIE FIPRESCI-JURY
Ivan Karl (Serbien)
Steven Yates (England)
Markus Hockenbrink (Deutschland)

DIE PREISE

Bester Film
KOKTEBEL (ROADS TO KOKTEBEL)
Russland 2003, Regie: Boris Chlebnikov and Aleksej Popogrebskij

Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung
AZBUKA NA NADEŽDATA (ALPHABET DER HOFFNUNG)
Bulgarien 2003, Regie: Stephan Komandarev

Beste Regie
DEALER (DEALER)
Ungarn 2004, Regie: Benedik Fliegauf


Lobende Erwähnung

BAR NA VICTORII (EINE BAR AN DER VICTORIA STATION)
Polen 2003, Regie: Leszek David

POSLEDNIJ POEDZ (DER LETZTE ZUG)
Russland 2003, Regie: Aleksej German jr.

STARUCHI (ALTE FRAUEN)
Russland 2003, Regie: Gennadij Sidorov

Preis der Internationalen Filmkritik
DAS WETTER VON MORGEN (POGODA NA JUTRO)
Polen 2003, Regie: Jerzy Stuhr

Publikumspreise für den besten Hochschulfilm

Kategorie I – Dokumentar- und Experimentalfilm
BALL OF FAME
Regie: Gregor M. Schubert, Hochschule für Gestaltung, Offenbach

Kategorie II – Kurzspielfilm
KRAJ IGRE (ENDSPIEL)
Regie: Petar Oreškovic, Akademie für Darstellende Künste – ADU, Zagreb

Kategorie III – Animationsfilm
XAEAHEPA (BADINERIE)
Regie: Dragomir Sholev, Staatliche Akademie für Theater und Filmkunst – NATFA, Sofia

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