Aleksandr Nevskij / Alexander Newski / Alexander Nevsky
 
 
 

UdSSR / USSR 1938
108 MIN / 35mm, s/w, DF

REGIE / DIRECTOR: Sergej Eisenstein
Buch / Screenplay: Sergej Eisenstein
Pjotr Pavlenko
Kamera / Cinematography: Eduard Tisse
Ausstattung / Art Director: Isaac Špinel
Nikolaj Solovjov
Schnitt / Editor: Sergej Eisenstein
E. Tobak
Musik / Music: Sergej Prokofjev
Darsteller / Cast: Nikolaj Cerkasov
Nikolaj Ochlopkov
Andrej Abrikosov
Dmitrij Orlov
Vasilij Novikov
Varvara Massalitinova
Produktion / Production: Mosfilm, Moskau

Zur Verfügung gestellt von / Provided by: Progress Film-Verleih GmbH
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10178 Berlin
Tel.: +30 / 24 00 34 00
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  Dieser episch angelegte Film erzählt die Geschichte des russischen Nationalhelden Alexander Newski, der im 13. Jahrhundert das russische Volksheer zum Sieg über die von Westen her vorrückenden deutschen Ordensritter führt. Mit großer Grausamkeit gehen die deutschen Eroberer gegen die Bevölkerung vor, foltern, töten oder verschleppen jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. In dieser Situation ist es Fürst Alexander Newski, der ruhmreiche Sieger über die Schweden, der die Führung des russischen Heeres übernimmt. Mit Hilfe einer List lockt Newski die Deutschen auf den vereisten Peipussee, wo es zur entscheidenden Schlacht kommt. Nach mörderischem Kampf flüchten die überlebenden Feinde, und unter ihrem Gewicht bricht das Eis des Sees, in dem sie versinken. Diese grandios inszenierte "Schlacht auf dem Eis", in der die deutschen Eindringlinge vernichtend geschlagen werden, bildet zweifellos den Höhepunkt des Films. Am Ende wird Alexander Newski in Nowgorod als Held gefeiert.

This epic film tells the story of Russian national hero Alexander Nevsky, who in the 13th century led the Russian people's troops to victory against the German crusaders moving forward from the West. The German conquerors treat the population with extreme cruelty, tormenting, killing, or abducting everybody standing in their way. In this situation, Prince Alexander Nevsky, the glorious victor about the Swedes, takes over the command of the Russian army. With a trick, Nevsky lures the Germans onto the frozen lake Peipus, where the final, decisive battle ensues. After the murderous fight, the surviving enemies flee, the ice breaks under their weight, and they drown in the lake. This magnificently produced "battle on the ice", in which the German invaders are crushed, is without doubt the film's highpoint. At the end, Alexander Nevsky is being celebrated as a hero in Nowgorod.

 
   
     
 

Sergej M. Eisenstein
23.1.1898 Riga - 11.2.1948 Moskau.
Weltberühmter russischer Filmtheoretiker und Regisseur. Von 1914 bis 1917 Architekturstudium an der Bauingenieurschule in Petrograd. Geht 1920 nach Moskau, wo er zunächst als Dekorateur und Kostümbildner, später als Regisseur, am Theater arbeitet. Nach dem Kurzfilm DNEVNIK GLUMOVA von 1923 realisiert er 1924 mit STATSCHKA seinen ersten Langfilm. Weitere revolutionäre, wegweisende Filme folgen in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre. 1929 reist Eisenstein durch Europa und in die USA, um die Entwicklung des Tonfilms zu studieren. 1930 unterzeichnet er einen Vertrag bei der "Paramount", doch sämtliche Projekte und Drehbuchentwürfe, die Eisenstein vorschlägt, werden von dem Studio abgelehnt. Er geht daraufhin nach Mexiko, um den Film QUE VIVA MEXICO zu realisieren, den er aber aufgrund von Streitigkeiten mit dem Produzenten nicht beenden kann. Aus dem Material werden später ohne Einwilligung Eisensteins mehrere Filme montiert. Eisenstein kehrt 1932 in die Sowjetunion zurück. Doch auch hier ist seine Position nicht mehr unangefochten. Die Dreharbeiten zu dem Film BEZHIN LUG ziehen sich über mehrere Jahre hin, da Eisenstein immer wieder mit Anfeindungen von politischer Seite zu kämpfen hat. Im Sommer 1937 beginnt er mit den Dreharbeiten zu dem Film ALEKSANDR NEVSKIJ der im Dezember 1938 Premiere hat und für den er mit dem Lenin-Orden ausgezeichnet wird. 1941 marschieren die deutschen Truppen auf Moskau zu, und Eisenstein geht zusammen mit vielen anderen Filmkünstlern von Moskau nach Alma-Ata, wo er den Film IWAN GROSNIJ dreht. Während er für den ersten Teil des Films mit dem Stalinpreis ausgezeichnet wird, verurteilt das Zentralkomitee der Partei den zweiten Teil. 1947 kommt es zu einer Unterredung von Eisenstein mit Stalin, wobei der Regisseur Selbstkritik übt und Vorschläge zum Neuschnitt des zweiten Teils macht. Nachdem er bereits 1946 einen Herzinfarkt erlitten hat, stirbt er 1948 an Herzproblemen.

Filmografie (Auswahl)
1924 Statschka / Streik
1925 Bronenosec Potjomkin / Panzerkreuzer Potemkin
1927 Oktjabr / Oktober (+ Autor)
1930-32 Que viva Mexico / Donner über Mexiko (+ Co-Autor)
1938 Aleksandr Nevskij / Alexander Newski (+ Co-Autor)
1943-45 Iwan Grosnij / Iwan der Schreckliche (+ Autor)